Die Bauaufgabe umfasste die Neugestaltung des Foyers für den Großen Saal in den historischen Sophiensælen Berlin.
Herzstück ist die neue Bar, welche die Räume in ihrer historischen Proportion neu zoniert. Um flexibel auf wechselnde Nutzungsszenarien zu reagieren, sind alle raumbildenden Elemente modular entwickelt und im Handumdrehen rückbaubar. Dem Gedanken der zirkulären Nachhaltigkeit folgend, wurden die bestehende Bartechnik sowie vorhandene Materialien ressourcenschonend wiederverwertet.
Die puristische Materialpalette aus gefalteten Metallblechen und Linoleum auf Korpen aus Schichtholz unterstreicht das Ziel einer zeitlosen Anmutung mit authentischer Haptik und einer in Würde alternden Patina. Als raumprägende Lichtquelle dient ein lineares Lichtband, das mit den integrierten Spiegelflächen der Wandregale und der diffusen Reflexion der Feinbleche die fast fensterlosen Räume neu in Szene setzt.
Der Entwurf beweist, dass anspruchsvolles, ressourceneffizientes Design auch bei knappem Budget und engem Zeitrahmen gelingt. Das Design reagiert sensibel auf die historische Substanz, setzt ein Zeichen für Inklusion im Kulturbetrieb und schafft einen wandlungsfähigen Ort mit eigenständigem und zeitgenössischem Flair.
Die Module und Beleuchtungselemente wurden in präziser Handarbeit individuell direkt von zwoP in Berlin gefertigt.
| Standort | Berlin |
| Bauherr | Sophiensaele Berlin |
| Zeitraum | 2026 |
| Leistungsphasen | 1-8 |
| Verfahren | Direktauftrag |
| Architektur | Büro Bonauer, Berlin |
| Markus Bonauer | |
| Team | Lukas de Pellegrin |
| Fotos | BBPA |