baunetz interior|design | Office Space am Fasanenplatz

Charlottenburger Altbau(t)räume - Office Space von BBPA am Berliner Fasanenplatz

Artikel zum Projekt Office Space am Fasanenplatz auf Baunetz ID von Claudia Simone Hoff.

“Von solch einem Büro kann man nur träumen: Im Berliner Westen hat das Architekturbüro BBPA eine 220 Quadratmeter große Altbauwohnung in ein einzigartiges Office verwandelt. Dort wird unter reich verzierten Stuckdecken gearbeitet, umgeben von maßgefertigten Möbeln und einer fein abgestimmten Lichtgestaltung.

Historische Opulenz

Der Bestandsbau aus dem 19. Jahrhundert zeichnet sich aus durch Altbauelemente wie sie typisch sind für Berliner Wohnhäuser aus dieser Zeit. Dazu gehören raumdefinierende Fenster, Flügel- und Schiebetüren, in verschiedenen Mustern verlegte Holzdielenböden sowie Decken mit Stuckaturen und Holzintarsien. Ziel des Umbaus war es, diese historischen Elemente zu erhalten und in Szene zu setzen – vor allem durch Farben, Materialien, (Einbau-)Möbel und Leuchten.

New Work in alten Mauern

Der Grundriss gleicht dem einer großbürgerlichen Wohnung im Berlin der Jahrhundertwende. Drei mit Flügel- und Schiebetüren verbundene Räume im Vorderhaus werden ergänzt durch weitere Räume im Seitenflügel des Gebäudes. Dazwischen liegt das sogenannte Berliner Zimmer, das zwar groß, aber eher spärlich beleuchtet ist. Eine zentral angeordnete Bibliothek, verschieden große Besprechungsräume sowie Einzel- und Teambüros sind so gestaltet, dass sie unterschiedlichste Arbeitsweisen unterstützen – von der konzentrierten Einzelarbeit bis zur Arbeit im Team.

Maßgefertigte Holzmöbel

Während vereinzelt Designklassiker wie der Stuhl Houdini und der Hocker Backenzahn des deutschen Herstellers e15 zum Einsatz kommen, liegt das Hauptaugenmerk der Einrichtung auf Holzmöbeln, die von BBPA speziell für dieses Projekt entworfen wurden. Maßgefertigte runde und ovale Konferenztische, Arbeitstische, Hängeregale, ein Zeitschriftenständer, ein Beistelltisch samt herausnehmbarem Tablett sowie ein Sideboard erfüllen die Räume nicht nur mit Exklusivität. Das haptische Material bringt außerdem Wärme ins Interior und setzt mit der Zeit eine schöne Patina an. Die Möbel sind gestalterisch schlicht gehalten und mit verschiedenen funktionalen Elementen versehen, die im Arbeitsalltag äußerst praktisch sind. Dazu gehören hinterleuchtete Regale, Schubladen und unauffällig in die Tischplatten eingearbeitete Kabelmanagementsysteme.

Minimalismus als Gegenpart
Zur reduzierten Materialauswahl, die im Wesentlichen aus Holz besteht, gesellt sich eine zurückhaltende Farbpalette. Warm anmutende helle Grautöne an den Wänden schaffen im Zusammenspiel mit weiß getünchten Holztüren und —fenstern ein elegantes, zeitloses Interior. Auch in eine professionelle Lichtplanung hat die Bauherrschaft investiert. Die für das Projekt hergestellten Deckenleuchten von PSLab passen sich in ihrer zurückhaltenden Form— und Farbgebung nahtlos dem minimalistischen Interior an, das mit den opulenten Architekturdetails kontrastiert.”

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